Programm 2021 -

"Windrose: Nord"

 

 

Liebe Musikfreunde und Kulturbegeisterte,
die Winterzeit-Umstellung liegt hinter uns und die Nächte beginnen schlagartig früher - so, als hätte man uns mit einem Mal ein ganzes Stück weiter nach Norden versetzt.

 

Tatsächlich lag unser diesjähriges Sehnsuchtmotto lange in fast unerreichbarer Ferne. Veranstaltungen mussten abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden, freischaffende Künstler erst vertröstet und dann enttäuscht werden, bis...

 

ja bis ausgerechnet am Tag der Zeitumstellung (und der imaginären Nach-Norden-Verschiebung des Abends) unsere letzte für dieses Jahr geplante Veranstaltung  im Museum Pfalzgalerie stattfinden konnte!

 

Zwar gab es natürlich eine Menge Auflagen zu beachten, mit Hilfe des Teams der Pfalzgalerie wurde es aber für alle Beteiligten ein ganz wunderbarer Abend, der uns Mut macht, es auch nächstes Jahr mit unserem Programm zu versuchen.

 

Da der Kultursommer sein Motto in 2021 nochmals wiederholt gibt das unseren für dieses Jahr engagierten Künstlerinnen und Künstlern (hoffentlich!) die Möglichkeit, Ihnen ihre Programme im kommenden Jahr dann auch wirklich präsentieren zu können.

 

Was die erforderlichen Hygienestandards angeht werden wir möglichst zeitnah versuchen, mit den Verantwortlichen in Dirmstein eine Möglichkeit zu finden, wie man diese Anforderungen mit dem Faktor Wirtschaftlichkeit verbinden kann. Wie Sie wissen lebt die Reihe vor allem in Bezug auf die Künstlerhonorare von den Eintrittseinnahmen. Von etwa einem guten Dutzend zugelassener Besucher im Sturmfeder'schen Schloss wird kein Künstler satt. Die Zuschüsse des Landes und die Werbeeinnahmen decken lediglich die sonstigen Nebenkosten wie Flyer, GEMA, Büromateriel, Fahrten etc.

 

Sie sehen:
Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber nachdem wir gestern Abend die Erfahrung machen durften, dass sich ein glückliches Gesicht auch hinter jeder noch so großen Maske erkennen lässt machen wir weiter!

 

 

Bleiben Sie gesund und auf bald.

 

Herzlichst,

 

 

Ihre

Markus Munzinger und Johannes Pardall

 

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Unser Programm für 2021

(Daten und Aufführungsorte

noch unter Vorbehalt!!!!)

 

"Windrose: Nord"

 

 

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"Formel hält uns nicht gebunden..."
Skandinavische Emanzipation in der Kammermusik

 

Werke für Streichquartett von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Niels Wilhelm Gade und Ludvig Norman

 

Quartettsoirée mit dem Pardall-Quartett


Samstag, 1. Mai 2021, 17 Uhr


Weingut Janson-Bernhardt, Zellertal-Harxheim

 

Die diesjährige Quartettsoirée des Pardall-Quartetts in der Kuhkapelle des Weinguts Janson-Bernhard führt in die aufstrebende Kammermusikszene des 19. Jahrhunderts in Dänemark und Schweden. Ausgangspunkt der Reise ist Leipzig, der Studienort fast aller skandinavischer Komponisten des 19. Jahrhunderts und Heimat von Felix Mendelssohn-Bartholdy und des jungen Robert Schumann. Letztgenannter bemerkte bereits 1844 angesichts einer Aufführung mit Werken des dänischen Komponisten Niels W. Gade, man „begegne hier (in Gades Musik, Anm. d. Verf.) zum ersten Mal einem entschieden ausgeprägten nordischen Charakter“.

 

Niels Wilhelm Gade (1817–1890) wurde 1843 Schüler von Felix Mendelssohn-Bartholdy, übernahm bereits 1844 abwechselnd mit ihm die Leitung der Gewandhauskonzerte und war nach Mendelssohns Tod dessen alleiniger Nachfolger als Leiter des Gewandhausorchesters. Der Schleswig-Holsteinische Krieg bereitete dieser Tätigkeit bereits im Frühjahr 1848 ein jähes Ende, weshalb Gade sich von da an dauerhaft in Kopenhagen niederließ, wo er als Lehrer und Dirigent, in der Leitung des Musikvereins und des neugegründeten Konservatoriums und dazu als Organist der Holmens Kerke ähnlich wie Mendelssohn einst in Leipzig wirkte. Seine kulturelle Aufbauarbeit in Kopenhagen legte den Grundstein für eine sich von den immer verkrusteter werdenden Strukturen in der „Leipziger Schule“ emanzipierende klassische Musik skandinavischer Prägung, ohne die ein Nielsen, Grieg oder Sibelius nicht denkbar gewesen wären.

 

Mit Rued Langgaard (1893-1952) steht zudem wieder eine aufregende Wiederentdeckung auf dem Programm. Sein vom Pardall-Quartett für dieses Konzert ausgewähltes 5. Streichquartett ist ein musikalischer Leckerbissen und absolute Rarität, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten – genauso wenig wie die wunderbaren Häppchen und den Wein der Hausherrin Christine Janson-Bernhard!

 

 Mari Kitamoto, Violine

(Vorspielerin im Orchester des Pfalztheaters);
Ekaterina Polkinhorn, Violine

(Stimmführerin im Orchester des Pfalztheaters);
Johannes Pardall, Viola und Moderation
Friedemann Pardall, Violoncello (Solocellist der Deutschen Oper am Rhein)

 

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Vom Vogel Phönix

Ein literarisch-musikalischer Streifzug durch Odense

 

Mit Rainer Furch (Rezitation), Mari Kitamoto (Violine) und Sandra Urba (Klavier)

 
Pfingstmontag, 24. Mai 2021, 17 Uhr

Sturmfeder’sches Schloss (?), Dirmstein

Hans Christian Andersen, 1805 als Sohn eines Flickschusters und einer alkoholkranken Wäscherin geboren im dänischen Odense, weltbekannt als Märchendichter, war auch ein bedeutender Romancier, Reiseschriftsteller, Maler und – zweifacher Autobiograph.

 

Neben seiner „offiziellen“, in späten Jahren als berühmter Autor erschienenen Autobiographie „Das Märchen meines Lebens“ war er bereits 27jährig und noch kaum bekannt erstmals daran gegangen, sich selbst und anderen Auskunft über sein bewegtes Leben zu erteilen. „Das Lebensbuch“, erst hundert Jahre nach seiner Entstehung wiederentdeckt und veröffentlicht, ist ein poetisches Portrait des Autors als junger Mann und ein faszinierendes literarisches Kleinod. Dieses sehr persönliche Gesellschaftspanorama seiner Geburtsstadt Odense beschreibt seine in erbärmlicher Armut zugebrachte Kindheit aus dem ungeschminkten Blickwinkel eines jungen Mannes kurz vor seinem literarischen Durchbruch, von dem er noch nichts weiß. Seinen späteren Erfolg verdankt er neben seiner Begabung seinem Ehrgeiz und einer geradezu magischen Portion Glück, so wie später oft genug die Protagonisten seiner berühmten Märchen, geradezu sinnbildlich erzählt im Märchen „Vom Vogel Phönix“.

 

Ebenfalls in Odense und wie Andersen in bitterer Armut wuchs Dänemarks bekanntester Komponist Carl Nielsen (1865-1931) auf. Allerdings war seine Familie genau wie die ganze Gegend um Odense reich an Musik und musikalischem Geist. Nielsens Vater, „der Maler“ Jørgensen, ein einfacher Anstreicher und Vater von zwölf Kindern, war ein populärer Spielmann mit eigener Kapelle. Nielsens Kindheitserinnerungen zufolge organisierten die Menschen in der Umgegend Feste, damit Niels Jørgensen und seine Musik genau auf ihrer Feier spielten. Der junge Carl wurde selbst Mitglied dieses Orchesters und als Neunjähriger schrieb er hier selbst seine erste Komposition. Später, als bekannter Komponist und professioneller Geiger, ließ er sich er sich beinahe von allem inspirieren, was ihm über den Weg kam: Kunst, Literatur, Musik und nicht zuletzt Menschen waren Einflüsse auf sein originelles Œvre. Aber eine seiner größten Quellen der Inspiration war und blieb die traditionelle Musik, mit der er aufwuchs und die er selbst weitergab indem er versuchte, die „große“ Musik für alle zugänglich zu machen. Die Geigerin Mari Kitamoto und die Pianistin Sandra Urba widmen sich den Werken für Violine und Klavier dieses großen Komponisten.

 

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"Blaue Blume... bebt und duftet mir im Herzen..."
Poesie und Musik der Romantik


Mit Moritz Stoepel (Rezitation) und Birgitta Lutz (Klavier)   

 

Voraussichtlich ein Sonntag im März 2021, 17 Uhr


Sturmfeder’sches Schloss (??), Dirmstein

 

Der Dichter Novalis schrieb:

Die Welt muß romantisiert werden, so findet man ihren ursprünglichen Sinn wieder.“
Ganz in dieser Tradition steht die „literarisch-musikalische Reise“ des Schauspielers Moritz Stoepel und der Pianistin Birgitta Lutz in die Zeit der Romantik. Bei allem Weltschmerz und dem Suchen nach der Blauen Blume, fehlt nicht das Augenzwinkern und die Selbstironie als wichtiger Aspekt der romantischen Literatur.

 

Zu den Dichterinnen und Dichtern des Abends gehören Friedrich Hölderlin, Josef von Eichendorff, Heinrich Heine, Clemens Brentano, Karoline von Günderode, Sophie Mereau und viele andere. Romantische Klavierwerke von Schumann, Liszt, Chopin und Mendelssohn-Bartholdy, meisterhaft interpretiert von Birgitta Lutz,  begleiten diese poetische Reise.

 

Weitere Infos: www.moritzstoepel.de und www.birgittalutz.de

 

 

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Reflections

Neues aus Finnland

 

KIRSTI ALHO (voc) & KAORI NOMURA (p)


Sommer 2021,

Sturmfeder‘sches Schloss/Kellergarten(?), Dirmstein

 

Die finnische Jazzsängerin und Komponistin Kirsti Alho und die japanische Pianistin Kaori Nomura bilden ein spannendes musikalisches Duo, bei dem die Grenzen von traditionellem Jazz und freier Musik ineinander fließen.

 

Für das Kultursommer-Motto haben sie sich eine Mischung aus gefühlvollen Balladen, eigenen Kompositionen, neuen Versionen und immer wieder kraftvollen Interpretationen finnischer Volksmusik und finnischer Tangos verschrieben.

 

Liljankukka, zu Deutsch „Lilienblüte“, 1945 komponiert von Toivo Kärki, ist ein berühmter Finnischer Tango, der nicht nur in Finnland von namhaften Künstlern immer neu arrangiert und interpretiert wird sondern der es einst sogar in der Fassung von Umberto Marcato in die italienischen Hitlisten geschafft hat. Ein Grund mehr für Kirsti, den Titel auch für ihr neues Programm auszuwählen.

 

Der finnische Tango ist melancholisch,traurig und handelt stets von einer unglücklichen Liebe. Finnen lieben und leben diese Musik. Schon Finnlands berühmtester Tangokünstler Mauri Numminen sagte: „Finnische Männer sind ganz scheu, besonders als junge Männer, und sie haben nicht die Kraft, sachlich zu einer Frau zu sagen: Ich liebe Dich.“ Deswegen ist der Tango mit seinem exotischen und schwerfälligen Rhythmus derart beliebt bei den Finnen. Außerdem erinnert sie die traurige Musik an die teilweise schmerzvolle Geschichte ihrer Nation.

 

Kirsti Alho, in Helsinki aufgewachsen und an der dortigen Sibelius-Akademie ausgebildet, arbeitete mit vielen internationalen Jazzgrößen wie Archie Shepp,Al Jarreau oder dem berühmten finnischen UMO Jazz-Orchestra zusammen. Sie führt durch den Abend und bringt uns finnische Seele und finnischen Tango auf ihre unvergleichlich charmante Art näher.

 

Kaori Nomura ist eine ungemein vielseitige Musikerin: Auch sie komponiert und konzertiert sowohl im Bereich neue Musik als auch im Jazz und bildet so mit Kirsti Alho eine wunderbare Symbiose, um gemeinsam unterschiedliche Genres und Stile künstlerisch zu verschmelzen.

 
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NordLICHT
KUNST(früh/spät)STÜCK



mit Mari Kitamoto (Violine),

Johannes Pardall (Viola, Moderation),


Friedemann Pardall (Violoncello) und

Sandra Urba (Klavier)

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

(Termin steht noch nicht fest)

In der beliebten Reihe der KUNST(spät)STÜCKE begeben sich die Pianistin Sandra Urba und die Geigerin

Mari Kitamoto gemeinsam mit dem Bratschisten Johannes Pardall und dem Cellisten Friedemann Pardall auf den Weg in Richtung Norden. Die besonderen Lichtverhältnisse, die die Atmosphäre an Nord- und Ostsee prägen, lockten ab Mitte des 19.Jahrhunderts viele Maler, Schriftsteller und nicht zuletzt Komponisten an deren Gestade und inspirierten diese in ihrem Schaffen.

Die Veranstaltung beginnt mit zwei erst kürzlich wiederentdeckten Frühwerken des finnischen Komponisten Jean Sibelius: dem Streichtrio in g-Moll (1893-94) und dem für sich und seine Geschwister komponierten "Lovisa"-Klaviertrio von 1883.

Weiterhin stehen auf dem Programm Kompositionen des in der Künstlerkolonie Skågen lebenden schwedischen Romantikers Hugo Alfvén (1872-1960), von Rued Langgaard (1893-1952) sowie der Klavierzyklus „Das Meer“ des litauischen Komponisten und Malers Mikalojus Čiurlonis (1875-1911), literarisch begleitet von Prosatexten und Reiseerzählungen aus dem Norden.Umrahmt werden Musik und Prosa durch eine Auswahl von Graphiken mit Motiven aus dem Norden von Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Emil Nolde und Max Pechstein und anderen -

 

Anmeldungen nimmt das Museum Pfalzgalerie,
Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern entgegen,
telefonisch unter 0631-3647201 oder per Mail unter info@mpk.bv-pfalz.de.
 

 

 

 

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Veranstaltungsorte

 

Sturmfeder’sches Schloss 

Marktstraße 4

D-67246 Dirmstein / Pfalz

 

 

 

 

Weingut Janson Bernhard

Hauptstr. 5  ·  67308 Zellertal / Harxheim

Tel: 06355-1781  ·  Fax: 06355-3725

info@weingutjansonbernhard.de

www.weingutjansonbernhard.de

 

mpk, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern
T.: +49 (0) 631 3647 -201

info@mpk.bv-pfalz.de

www.mpk.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Preise / Reservierungen

 

Eintritt für alle Veranstaltungen (außer "KUNST(spät)STÜCK"):

17€ (Schüler/Studenten: 7€)

 

Kartenreservierungen (außer "KUNST(spät)STÜCK")

Empfehlen wir Ihnen wegen des begrenzten Sitzplatz­-

angebotes. Reservierungen und Informationen unter 

Telefon 0172/6583690, Fax 0631/3401065, 

oder per E-Mail unter basurconcert@in-kl.de.

 

Ein großer Dank gilt der Ortsgemeinde Dirmstein und dem Kulturverein St. Michael in Dirmstein. Ebenso bedanken möchten wir uns bei Christine Bernhard und dem Weingut Janson-Bernhard sowie bei Frau Dr. Britta Buhlmann vom Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und natürlich, last but not least, beim Kultursommer Rheinland-Pfalz.